Überwachungssysteme: Der Überblick

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Mit diesem Artikel zeigen wir einige aktuelle Probleme moderner Überwachungssysteme auf, aber auch wie die Zukunft hinsichtlich dieser aussehen könnte.

Inhaltsverzeichnis

Probleme aktueller Überwachungssysteme

Mit dem Internet verbundene Geräte haben leider immer ein großes Problem und das ist das Internet selbst. Nach langer Einrichtung, häufig sogar von Fachpersonal übernommen, möchte man das leidige Thema so schnell wie möglich abgeschlossen haben. 

Leider gibt es im Nachhinein nicht selten eine unbehobene „Sicherheitslücke“, die besonders einfach den Komplettzugriff und das Auslesen von privaten Daten wie E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder sogar lokalen Daten ermöglicht.

Standardpasswörter und Nutzernamen

Um den Erstzugang zu der Benutzeroberfläche von Anlagen oder Kameras zu gewährleisten, haben so gut wie alle Hersteller ein Standardpasswort und einen Standardnutzernamen, meist bestehen diese aus einer relativ simplen Kombination und sind im Handbuch einzusehen. 

Das Problem daran ist, dass diese Passwörter und Nutzernamen für alle Geräte in der Produktionskette gelten. Also auch für den Nachbarn, dem das gleiche Gerät empfohlen wurde.

Das ist ein großes Sicherheitsproblem, denn hiermit kann man anderen Leuten Tür und Tor zu seinem System öffnen. Viele Personen ändern die Standardpasswörter und Nutzernamen im Nachhinein nicht

Man geht davon aus, dass der Techniker, der den Einbau übernommen hat, darauf aufmerksam macht oder dies bereits abgeändert hat, denn er sollte es ja am besten wissen. Hinweise und automatisch-erzwungene Änderungen softwareseits kommen ebenfalls nicht bei allen Geräten vor.

Ganz besonders wichtig ist also, dass Sie bei jedem Gerät, das ein Passwort oder einen Nutzernamen für einen Login verlangt, ein neues und sicheres Passwort erstellen. Hierzu ein kleiner Auszug aus unserem „Wie Sie Ihren Computer optimal schützen“ Beitrag:

Wichtig:Ein sicheres Passwort besteht heutzutage aus 8 oder mehr Zeichen. IT-Experten raten sogar zu einem Passwort, welches 12 Zeichen oder länger ist. Ganz wichtig dabei ist, dass das Passwort aus einem Gemisch von Sonderzeichen, Zahlen und Buchstaben besteht.“

Suchmaschine für IP-basierte Geräte

Das eigentlich erschreckende ist, dass es seit geraumer Zeit eine Suchmaschine für IP-basierte Geräte gibt. Dort gibt man lediglich den Namen des Gerätes oder des Herstellers an (hierbei wird man besonders bei Überwachungskameras fündig – diese sind meist sogar komplett ohne irgendeine Sicherung einsehbar) und bekommt eine sehr übersichtliche Liste mit Informationen und der zugehörigen IP-Adresse zurück. 

Nun muss die Person nur noch für jedes gelistete Gerät die Standardeingaben überprüfen und kann damit relativ schnell Zugang zu ungesicherten Geräten erzwingen.

Hersteller vergessen die oberflächliche Sicherheit

Obwohl sich Hersteller große Mühe geben Ihr System so sicher wie möglich zu gestalten, wird häufig das simpelste Verfahren vergessen. Hersteller sollten immer die sofortige Änderung des Standardpassworts in die Firmware integrieren, denn sonst helfen auch spezielle Verschlüsselungen und der größtmögliche Schutz nicht.

Zukunft der Überwachungssysteme

Heute beantworten wir eine Frage, die uns alle etwas angehen könnte. Statistiken zeigen einen jährlichen Anstieg der in Deutschland begangenen Einbrüche. Vermutlich wird dies auch nicht sehr schnell abflachen, daher werden immer neuere und sicherere Überwachungssysteme entwickelt. 

Wie verändern sich die Möglichkeiten Ihr Haus zu schützen und wird es das einbruchssichere Haus geben? Wir behandeln einige Neuerungen, die zurzeit entworfen und in Zukunft eingeführt werden können.

Das intelligente Haus – digital steuerbar

Viele große Hersteller bieten heutzutage eine digitale und intelligente Vernetzung des Stromkreises, dem Heizungssystem und der Lichter in Ihrem Haus an. Besitzer werden rechtzeitig gewarnt, wenn offene Türen oder Fenster beim Verlassen des Hauses vorzufinden sind. 

Rollladen und Jalousien können durch spezielle Programmierungen Anwesenheit während Geschäftsreisen oder Urlaub vortäuschen. Der Trend geht zum Steuern all dieser Funktionen über nur ein Endgerät, dem Smartphone. 

Alarmanlagen (Test) lassen sich mittlerweile mit fast allen gängigen Überwachungskameras (Test), Meldern und anderer Sicherheitshardware verbinden. In der Zukunft soll dies alles vernetzt sein, da die Technologie noch in den Anfangsschuhen steckt. Verschlüsselungen können mit bestimmten Tools leicht umgangen werden, was einen äußerst einfachen Einbruch ermöglicht.

Neue Identifikationsscanner

Wir alle benutzen Schlüssel, um in unser Haus hineinzukommen. Die Zukunft bringt uns neue Möglichkeiten, ohne überhaupt irgendetwas mitnehmen zu müssen, als unseren eigenen Körper. Mühselige Passwörter auswendig lernen gehört mit den neusten Hilfsmitteln der Vergangenheit an. So können Fingerabdruckscanner in einigen Ländern bereits zum Einkaufen genutzt werden. 

Da dies allerdings nicht die sicherste Methode ist, eine Haustür oder ein Alarmsystem zu sichern, da diese mit nur wenig Aufwand austricksbar sind, werden immer häufiger nach eindeutigen und schwer fälschbaren Merkmalen des Körpers gesucht. Eines dieser eindeutigen Merkmale ist die Pupille im Auge, genauer gesagt die Iris. 

Bereits jetzt gibt es die ersten Pläne Iris Scanner für den Bezahlvorgang im Supermarkt und bei Geldautomaten einzuführen. Ist diese Technik in ein paar Jahren ausgereift, werden mit Sicherheit auch Alarmanlagen und Haustüren mit einem Iris-Scanner ausgestattet.

 

Smartphone – Steuerung von Überall, einfach in der Hosentasche

Wie man an der heutigen Entwicklung sieht, ist das Smartphone einer der wichtigsten Gegenstände, die wir über den Tag mit uns führen. Schon jetzt gibt es viele Alarmanlagen, Überwachungskameras und andere Sicherheitshardware, die über Apps gesteuert werden können – warum dann nicht auch die Haustür

Bereits jetzt gibt es spezielle Apps von Türschlossherstellern, die einem Erlauben das Gerät als Haustürschlüssel zu benutzen. Dies wird sich in der Zukunft sicher auch auf andere Bereiche ausweiten.

 

Wie werden sich Überwachungskameras in Zukunft verändern?

Überwachungskameras werden einen Auflösungs-Standard von 1080P (Full HD) und höher annehmen. Technologien wie Wärmebild, die beim Militär und der Armee häufig genutzt werden, werden immer beliebter und günstiger für den Normalverbraucher. 

Cloud-Speicherung wird, für private auch durch NAS-Systeme zu realisieren, immer verbreiteter, da der Speicherplatz von überall abgerufen werden kann und keine Speicherkarten benötigt werden. 

Bewegungserkennungen, Gesichtsvergleich und Bildanalyse werden so weit ausgereizt, dass man Personen gewisse Muster zuordnen kann, womit eine einfache und schnelle Identifizierung erfolgen kann.

Interessanter Ausblick in zukünftige Technologien

Der Multitouch Fußboden: IBM hat ein Patent auf einen neuartigen Touch Fußboden, der das Gewicht, die Schuhgröße und die Position von Personen und Tieren, mithilfe eines Computers berechnen, speichern und vergleichen kann. 

IBM versichert dabei, dass die Fehlalarme, im Gegensatz zu normalen Alarmanlagen, auf fast null gesenkt werden können. So lässt sich z. B. ganz einfach die Ankunft der eigenen Kinder von überall, wo Internet besteht, durch den Multitouch Fußboden, der das Gewicht mit der Schuhgröße vergleicht, bestätigen. 

Gleichzeitig ist eine Unfallanalyse möglich. Fällt beispielsweise jemand auf den Rücken oder auf die Seite, kann der Herzschlag analysiert werden und automatisch der Notruf gewählt werden. Die Produkteinführung ist allerdings noch ungewiss, da es momentan nur ein Forschungsprojekt ist.

Hitachis neue Überwachungskamera: Die neue Hitachi Überwachungskamera kann innerhalb einer Sekunde ein aufgenommenes Bild mit 36 Millionen, in einer Datenbank gespeicherten Gesichtern, in nahezu Echtzeit vergleichen. Eine wahnsinnige Abgleichungsgeschwindigkeit, die bei Geheimdiensten genutzt werden kann.